Zweiter Gipfel-Tag in Biarritz

Mangels Bildmaterial vom Mittagessen der G7 am zweiten Gipfeltag ist nicht bekannt, ob allen das Gleiche serviert wurde. Die Bekämpfung der Ungleichheiten dieser Welt stand jedenfalls auf der Arbeitsagenda der Tafelrunde. Dass es sich bei den G7 selbst derzeit um eine ungleiche Runde handelt, hat die am Vormittag vorangegangene Arbeitssitzung dem Vernehmen nach nicht widerlegt. In der Handelspolitik kommt Strafzollfreund Donald Trump mit seinen sechs Freihändler-Amtskollegen auch in Biarritz nicht auf einen Nenner. Ägypten, Ruanda, Südafrika, Senegal und Burkina Faso: Sind nicht Teil der G7, sitzen beim Gipfel-Treffen aber trotzdem mit am Tisch. Die französische Präsidentschaft hat einen besonderen Schwerpunkt auf die Herausforderungen des afrikanischen Kontinents gelegt und startet gemeinsam mit Deutschland die "internationale Partnerschaft für Sicherheit und Stabilität im Sahel". Keine Veranstaltung ohne Überraschungsgast, mag sich Gastgeber Macron nach der atmosphärisch positiven Diskussion der Iran-Krise am Vorabend gesagt haben. Die kurzfristige Einladung des iranischen Außenministers Dschawad Zarif überforderte dann aber sogar die Prognosefähigkeiten der promovierten Physikerin Angela Merkel.