Bundestagswahlen 2017 - Jubel bei den Kleinen, Frust bei den Großen

So wie die Teilnehmer des Berlin-Marathons hoffte auf ein gutes Ergebnis, wer bei den Wahlen zum 19. Deutschen Bundestag antrat. Am Ende war die Formel einfach: Frust bei den großen, Euphorie bei den kleinen Parteien. Der massive Verlust an Wählerstimmen für die großen Volksparteien schmerzte, wenngleich Angela Merkel ihre Kanzlerschaft für weitere vier Jahre behauptet hat. Im Willy-Brandt-Haus zog der gescheiterte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz gleich erste Konsequenzen. Ganz anders die Stimmung nach dem Zieleinlauf bei den kleinen Parteien. Die Euphorie über die Ergebnisse bei FDP und Grünen konnte allenfalls der neue Banknachbar AfD trüben. Wie mit der AfD als drittstärkster parlamentarischer Kraft umzugehen sein wird, muss sich zeigen. Dass es für alle Seiten ungemütlich wird, demonstrierten die Straßen Berlins noch am Wahlabend.