Am Ende der G20-Krawalle

Ist Bundeskanzlerin Merkel auf dem Hamburger G20-Gipfel die Quadratur des Kreises gelungen? Skepsis ist angebracht. Das Abschluss-Kommuniqué enthält zwar die gemeinsame Erklärung, dass Treibhausgase zu reduzieren seien. Dass hierzu das Pariser Klimaschutzabkommen eingehalten werden soll, bekräftigen allerdings nur 19 Staats- und Regierungschefs. Und nehmen in der Gipfel-Erklärung sodann zur Kenntnis, dass die USA aus dem Abkommen aussteigen wollen. In Sachen Welthandel konnte immerhin die von Donald Trump bereits auf Sizilien zugestandene G7-Formel übernommen werden, nach der nun auch die G20 ihre Ablehnung sowohl staatlicher Marktabschottung als auch unfairer Handelspraktiken zum Ausdruck bringen. Neben der Verkündung der politischen Ergebnisse des Gipfeltreffens, lag es der deutschen Bundeskanzlerin ersichtlich am Herzen, auch zum Geschehen außerhalb der Hamburger Messehallen rasch die richtigen Worte zu finden. Auf die von Linksautonomen geschlagene Schneise der Verwüstung reagierte Angela Merkel mit dem Versprechen, dass den geschädigten Anwohnern und Geschäftsinhabern schnell und unbürokratisch geholfen wird. (hfn-media.net)