G7 Taormina

Letzte Station seiner ersten Auslandsreise war für den seit Januar amtierenden US-Präsidenten Donald Trump der sizilianische Nobelbadeort Taormina. Die von der Flüchtlingskrise besonders hart getroffene Mittelmeer-Insel hatte G7-Gastgeber Italien zum Schauplatz einer Gipfel-Erklärung auch zum Thema Flüchtlingsrechte machen wollen. Der von Seiten des Katastrophenhilfeverbunds Oxfam gar als "Trampel-Trump" geschmähte US-Präsident soll den Plan des italienischen Premiers Gentiloni jedoch durchkreuzt und stattdessen auf die Betonung der Grenzsicherung gedrungen haben. Bundeskanzlerin Angela Merkel wusste dies wie folgt zu kommentieren:

"Bezüglich der Flüchtlinge will ich vielleicht noch ein Wort sagen, weil es darüber heute Presseberichterstattung gab. Es gab einmal vor vielen Wochen die Idee, eine eigene Flüchtlingserklärung zu machen."

Während die Weltöffentlichkeit auf eventuelle gemeinsame Gipfel-Positionen zu den von USA und Rest-G7 kontrovers diskutierten Themen Freihandel und Klimaschutz noch warten muss, konnte jedenfalls die Neugierde auf den ersten internationalen Auftritt der französischen Präsidentengattin Brigitte Macron bereits befriedigt werden. Zum zweiten, traditionell auch Entwicklungsthemen gewidmeten Gipfel-Tag schon angereist, kamen die geladenen afrikanischen Staats- und Regierungschefs gemeinsam mit den G7 zum Tagesausklang in den Genuss eines Konzerts der Mailänder Scala im antiken Theater von Taormina, gefolgt vom Galadinner gegeben vom italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella. (2017-05-26)